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Durch die Sahara und über den Amazonas zu den Cook-Inseln
8.3.2025

Weltgebetstags-Gottesdienste für die Großen sind ganz entspannt. Die meiste Zeit sitzen die Erwachsenen ruhig herum, hören zu, hinterher bekommen sie oft auch noch etwas zu essen. Da sind die Kinder-Weltgebetstage auf dem Erndtebrücker Kommunalgebiet deutlich anstrengender: Als Erstes reist man hier nämlich in das aktuelle Gastgeber-Land. Zwar nur in der Phantasie, aber mit einer Reiseleitung, die jetzt die knapp zwei Dutzend Mädchen und Jungen in der Evangelischen Kirche Erndtebrück ganz schön auf Trab brachte. Startpunkt war das Weltgebetstags-Land 2024: Aus Palästina ging es mit dem Floß über den Nil, zu Fuß durch die Sahara, mit dem Flugzeug nach Südamerika, über den Amazonas und ganz am Schluss fröhlich rudernd mit dem Boot auf die Cook-Inseln, das Weltgebetstags-Land 2025. Aus deutscher Perspektive auf der anderen Seite des Erdballs im Stillen Ozean, die Kinder waren dabei aber alles andere als ruhig.

Mit viel Liebe zum Detail wurden die Kinder nach der Wüsten-Durchquerung ermuntert, den Sand aus den Schuhen zu schütten, Brasilien erkannte man dran, dass eine Statue, fast wie der Christus über Rio de Janeiro, am Weg stand. Ein Detail, das den örtlichen Pfarrer Jaime Jung, der ursprünglich aus Brasilien kommt, freute. Das Team um Sabine Menn hatte sich wieder perfekt auf den Weltgebetstag vorbereitet. Die Mitarbeiterinnen kamen aus den evangelischen Kindergottesdiensten der Birkelbacher und der Erndtebrücker Kirchengemeinde: Neben Jaime Jung und Sabine Menn gehörten Andrea Bäcker, Birgit Bartsch, Bianca Boshof, Leticia Haas, Rebekka Klammt, Sabine Rath und Alena Spornhauer dazu. Die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher in Kirche und benachbartem Gemeindehaus waren auch diesmal ökumenisch.

Nach der anstrengenden Reise durch die Kirche konnten sich die Kinder ausruhen, als ihnen die Cook-Inseln mit ganz vielen spannenden Informationen vorgestellt wurden. Farbenfrohe Bilder an der Leinwand zeigten die Tiere von dort. Und in Wittgenstein sind bestimmt nicht viele Menschen, die wissen, dass es auf den Cook-Inseln nicht nur einen Drei-Dollar-Schein, sondern tatsächlich auch dreieckige Münzen gibt. All das hörten und sahen die Kinder-Weltgebetstags-Gäste. Eingebaut war der Info-Teil in den üblichen Kinder-Gottesdienst-Ablauf mit Liedern, Gebeten und dem Segen.

Danach wechselten alle zusammen ins Gemeindehaus. Hier wurde gebastelt - auch das Programm hier passte genau zum Weltgebetstag. Der hatte in diesem Jahr das Leitmotiv „Wunderbar geschaffen“ und drehte sich dabei um Psalm 139. Passend dazu reihten die Kinder für ein Armband Perlen auf einen Faden, farblich auf jeden einzelnen Psalm-Vers abgestimmt. Die Mädchen und Jungen bauten kleine Spiegel mit Palmen, Muscheln, Schmetterlingen auf dem Rahmen - und wenn sie hineinschauten, konnten sie sehen, wer wunderbar geschaffen ist. Außerdem wurden in der Bastel-Einheit mit wenigen Handgriffen aus unscheinbaren Servietten wunderbare Blumen. Natürlich durften die Kinder all ihre Handarbeiten mit nach Hause nehmen. Ach, ja, etwas zu essen gab es auch bei den Kleinen: leckeren meeresblauen Südsee-Wackelpudding. Und am Schluss wartete eine Einladung: Kommendes Jahr geht es für den Weltgebetstag nach Nigeria. Die Kindergottesdienst-Mitarbeiterinnen suchen auf dem Globus schon mal einen spannenden, anstrengenden Weg dorthin.